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Der Betroffene kommt nach Hause, wie soll ich ihn/sie behandeln? Soll er sich aktiv am Alltag beteiligen oder nichts tun? |
Beides. Wichtig ist es, dass Sie den Betroffenen während dieser Zeit nicht über und auch nicht unterfordern. Der Betroffene soll soweit mittun wie er kann, sollte aber auch nicht dazu gezwungen werden, etwas zu tun wozu er sich noch nicht in der Lage fühlt. Aktivität sollte wenn möglich mit einem Erfolgserlebnis verknüpft sein und Ziele sollten daher nicht zu hoch gesteckt sein. |
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Muss ich mich damit abfinden, dass die Erkrankung wieder kommt oder kann ich noch Hoffnung haben? |
Studien haben gezeigt, dass nach einmaligem Auftreten einer Depression eine Wahrscheinlichkeit von 60% für das Auftreten einer weiteren Episode besteht. Diese Wahrscheinlichkeit steigt laut diesen Studien mit der Anzahl neuerlicher depressiver Episoden. Dennoch ist es wichtig, sich von solchen Statistiken nicht verängstigen zu lassen. Information über die Erkrankung, fachgerechte Behandlung und ein sorgsamer Umgang mit sich selber können die Chancen Ihres Angehörigen auf ein rückfallsfreies Leben positiv beeinflussen. |
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Was ist wenn der Betroffene sich vor mir verschließt und ich ihn/sie nicht erreichen kann? |
Es ist ein Symptom der Depression sich vor Menschen zurückzuziehen und Kontakt zu meiden. Bieten Sie immer wieder Kontakt an, ohne den Betroffenen dabei unter Druck zu setzen, denn gerade Kontakt ebnet den Weg aus der Depression. |
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Wie sehr kann ich den Betroffenen mit seiner Krankheit konfrontieren? |
Man sollte die Krankheit weder verleugnen noch zum ständigen Mittelpunkt von Gesprächen und Interaktionen machen. Manchmal erzeugen negative Erwartungen gerade das, was man hofft zu vermeiden, z.B. einen Rückfall. Daher wäre es zu empfehlen, trotz der Erkrankung gegenüber der Person eine offene Haltung einzunehmen. |
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Ist es legitim dem Betroffenen Grenzen zu setzen? |
Es ist legitim Grenzen zu setzten. Wann Sie Grenzen setzen oder wie Sie sie setzten, hängt ganz von Ihnen und Ihrer Situation ab. Lassen Sie sich aber nicht aus Mitleid zu Handlungen und Zu geständnissen verleiten und verlassen Sie sich auf Ihren gesunden Menschenverstand. Sind Sie im Zweifel, versuchen Sie Rücksprache mit einer dritten, neutralen Person zu halten. |
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Ist es sinnvoll den Betroffenen auf Kur zu schicken? |
Die Therapien, die in Kuraufenthalten angeboten werden, wie z.B. Massagen, Heilgymnastik,… können sich durchaus positiv auf die psychische Befindlichkeit auswirken. Ob jedoch eine Kur in Ihrem Falle die Anschlussbehandlung der ersten Wahl ist, sollte auf jeden Fall mit dem Facharzt besprochen werden. Andere Möglichkeiten der Anschlusstherapie nach einem Aufenthalt auf einer psychiatrischen Akutstation sind Tageskliniken, Psychosoziale Dienste oder Langzeittherapien mit dem Schwerpunkt Rehabilitation. |
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Was mache ich, wenn mein Angehöriger droht, sich das Leben zu nehmen? |
Diese Ankündigungen sollten, auch wenn sie mehrmals geäußert werden, immer ernst genommen werden. Auch wenn Sie diesem Angehörigen sehr nahe stehen und Sie es sich zutrauen würden, dieses Problem alleine zu bewältigen, sollten Sie trotzdem immer professionelle Hilfe hinzuziehen. Professionelle Hilfe erreichen Sie auf einer Psychiatrie, beim Psychosozialen Dienst, bei einer Kriseninterventionsstelle. Bei akuter Gefahr sollten Sie jedoch die Polizei benachrichtigen. |
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Im Zuge der Erkrankung haben wir alle Freunde verloren, ich muss ständig zu Hause sein und mich um den Betroffenen kümmern. Was kann ich tun? |
Es gibt für jede Altersgruppe professionelle Hilfe. Diese umfasst: soziale Hilfsdienste, Tageskliniken, Freizeitclubs. Es ist weder für Sie noch für Ihren Angehörigen anzuraten, ständig zu Hause und ständig miteinander zu sein. Diese Einrichtungen sollen sowohl Sie entlasten, als auch Ihren Angehörigen entsprechend betreuen und fördern. Wenn Sie nicht wissen, welche Einrichtung für Ihren Angehörigen in Frage kommt, wenden Sie sich an die für Sie zuständige Sozialabteilung bzw. an den nächsten psychosozialen Dienst. |