Schizophrenie
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Fragen zur Schizophrenie
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Fragen zur Schizophrenie

Frage: Antwort:
   
Was kann ich als Angehöriger tun um einen Rückfall zu verhindern? Es ist wichtig über die Erkrankung zu lernen, um Frühzeichen möglichst rasch zu erkennen. Bei Auftreten von Frühzeichen, sollten Sie sich nicht scheuen den Betroffenen darauf anzusprechen und einen Besuch beim Facharzt zu veranlassen. Auch ist es wichtig, positiv auf Ihren Angehörigen einzuwirken, sollte er die vom Facharzt verschriebenen Medikamente
eigenmächtig absetzen wollen.
   
Wir haben versucht mit ihr zu sprechen, aber sie ist wahnhaft. Was sollte man in so einer Situation am Besten tun? Bei einer Psychose kommt es zu einer veränderten Wahrnehmung der Realität. Es wird heute weitgehend empfohlen, die Wahrnehmung des Betroffenen weder zu korrigieren noch zu konfrontieren. Versuchen Sie eher an der Realität des Betroffenen, einschließlich der sie begleitenden Gefühle, Interesse zu zeigen, ohne jedoch Ihre eigene Realität zu leugnen.
   
Wie sehr kann man jemanden über die Krankheit befragen? Die Krankheit sollte, so wie alle anderen Krankheiten, kein Tabu sein. Im Gespräch mit der jeweiligen Person werden Sie sehr schnell merken, inwieweit diese in der Lage ist, über Ihre Krankheit zu sprechen. Bemühen Sie sich um eine verständnisvolle Haltung, seien Sie interessiert, aber versuchen Sie den Betroffenen nicht zu überfordern.
   
Ist es legitim, einem Kranken Grenzen zu setzen? Prinzipiell ist wo man Grenzen setzt eine individuelle Entscheidung, die geprägt ist von der eigenen Lerngeschichte, mit Grenzen umzugehen. Das Gesetz zieht eine Grenze dann, wenn es um Selbst- und/oder Fremdgefährdung einer Person geht, insofern können öffentliche Organe (z.B. Amtsarzt) einschreiten, um Leben zu schützen. Wenn sie sich bei Entscheidungen des täglichen Lebens nicht sicher sind, wenden Sie sich
an eine Selbsthilfegruppe bzw. an eine Einrichtung für psychisch Erkrankte.
   
Kann man den Betroffenen auf Kur schicken? Für alle Fragen bezüglich der richtigen Nachbehandlung eines Betroffenen sollten Sie sich immer an den behandelnden Facharzt wenden.
   
Ich habe Angst, es wird alles wieder so werden wie vorher. Er wird seine Medikamente nicht nehmen und sich wieder total zurückziehen. Was kann man tun? Das Absetzen von Medikamenten, versäumte Arzttermine und sozialer Rückzug können Anzeichen für ein Verleugnen der Krankheit, ja sogar für ein sich wieder Verschlechtern der Krankheit sein. Motivationsarbeit für die Krankheitseinsicht muss nicht allein von Ihnen kommen, Sie können selbstverständlich immer professionelle Hilfe zu Rate ziehen.
   
Muss ich ständig zu Hause sein und mich um den Betroffenen kümmern? Wenn Sie der Meinung sind, dass Sie Ihren Angehörigen aus Sorge um sein Leben zu
keinem Zeitpunkt alleine lassen können, dann ist zu überlegen, welche Art von
Hilfsleistungen bzw. stationäre Möglichkeiten Sie in Anspruch nehmen sollten. Denn eines kann man mit Sicherheit behaupten: es ist der eigenen psychischen und körperlichen Gesundheit nämlich auch nicht zuträglich, wenn man sich rund um die Uhr um andere kümmern muss. Achten Sie daher darauf, dass Ihr Leben weiterhin Aktivitäten beinhaltet, an denen Sie Freude haben.


© 2009 - 2011 | Dr. Christian Simhandl

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